Was ist Karate?

Karate ist Kampfkunst und Kampfsport. Gekämpft wird mittels Fauststößen, Fußtritten und Würfen. Anders aber als beispielsweise im Boxen wird in Training und Wettkampf auf Trefferwirkung verzichtet – Techniken werden abgestoppt. Voraussetzungen dafür sind neben einer guten Körperbeherrschung auch Disziplin und Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Trainingspartner bzw. Wettkampfgegner.

Der „Karateka“ trainiert Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Konzentrationsfähigkeit und schult die eigene Körperwahrnehmung.

 

Wie läuft ein Karate-Training ab?

Karatetraining zeichnet sich aus durch intensive Gymnastik, Technikübungen zur Schulung der korrekten Ausführung, der Haltung und des Gleichgewichts, durch Partnerübungen und Übungen zur Förderung der Kondition (Geschicklichkeit, Kraft und Beweglichkeit).

 

Für wen ist Karate geeignet?

Karate ist grundsätzlich ein Sport für jedermann. Ob Ausgleichssport, allgemeine Fitness, Selbstverteidigung oder Leistungssport, Karate eröffnet allen Altersgruppen und Interessenlagen ein breites sportliches Betätigungsfeld. Karate ist spannend und gesundheitsförderlich.

Ein besonderes Verletzungsrisiko besteht übrigens nicht; es werden keine blutigen Kämpfe ausgetragen und auch keine Bretter zerschlagen.

 

Kann man sich mit Karate auch verteidigen?

Karate ist ausgezeichnet als Selbstverteidigung geeignet. Kraft und körperliche Statur spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wichtiger sind Schnelligkeit, Geschicklichkeit und Gelassenheit. Nur wer bei einem Angriff nicht in Panik gerät, kann sich sinnvoll verteidigen. Deshalb werden neben technischen Fertigkeiten auch die psychologischen Komponenten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung vermittelt.

 

Gibt es im Karate sportliche Wettkämpfe?

Es werden zwei Wettkampfdisziplinen unterschieden:

Beim „Kumite“ (Freikampf) stehen sich zwei Karateka auf einer Kampffläche gegenüber und versuchen, wertbare Stoß-, Schlag- und Trittechniken anzubringen. Die Kriterien sind so gehalten, daß Verletzungen der Kampfpartner ausgeschlossen sind: wer sich nicht daran hält, wird disqualifiziert!

Die Disziplin „Kata“ ist eine Abfolge genau festgelegter Angriffs- und Abwehrtechniken gegen imaginäre Gegner, die sich aus verschiedenen Richtungen nähern. Manche Kata wurde über Jahrhunderte von Generation zu Generation weitergegeben und ist Zeugnis der Tradition des Karate.

Selbstverständlich gibt es keine Pflicht zur Teilnahme an Wettkämpfen.

 

Wo kommt Karate her?

Die Ursprünge von Karate reichen bis etwa 500 Jahre n. Chr. zurück. Chinesische Mönche, die keine Waffen tragen durften, entwickelten aus gymnastischen Übungen im Lauf der Zeit eine spezielle Kampfkunst zur Selbstverteidigung. Hieraus entstand das eigentliche Karate in Japan. Als Sport ist Karate noch gar nicht so alt: erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde aus der traditionellen Kampfkunst ein Kampfsport mit eigenem Regelwerk entwickelt.

Auch heute noch spiegelt sich im „Karate-Do“ fernöstliche Philosophie wider. Übersetzt bedeutet „Karate-Do“ soviel wie „der Weg der leeren Hand“. Im wörtlichen Sinn heißt das: der Karateka (Karatekämpfer) ist waffenlos, seine Hand ist leer.

Das eigentliche Ziel der Ausübung von Karate – sei es im Training oder im Wettkampf – ist nicht der Sieg über Partner oder Gegner, sondern die Entwicklung und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit durch Selbstbeherrschung und Konzentration. Die Achtung des Gegners steht an oberster Stelle.

 

Wo kann man sich weiter über Karate informieren?

Weitere Informationen findet man beispielsweise auf den Internetseiten des Deutschen Karateverbandes , des Saarländischen Karateverbandes oder der World Karate Federation .